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Land
und Leute der Dominikanischen Republik
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Dominikanische Republik,
Kuba, Mauritius |
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Das Land und seine Menschen
Zu diesem Thema möchte ich ihnen
nicht die Geschichte dieses Landes, welche sie in jedem
anderen Reiseführer oder besserem Lexikon nachlesen
können, näher bringen, sonder lediglich etwas darauf
vorbereiten, was auch ihnen tagtäglich in der heutigen
Zeit wiederfahren kann und womit sie während eines
Urlaubes in der Dominikanischen Republik sicher
konfrontiert werden.
Desshalb möchte ich sie nochmals
daran errinern, dass sie sich in einem sogenannten 3.-
Welt Land befinden. Vieles was sie Zuhause als
selbstverständlich betrachten ist dort noch reinste
Utopie. Dazu gehört vorallem die regelmässige
Stromversorgung des Landes.
Es ist zwar in den letzten Jahren schon um vieles besser
geworden und in den Touristenzentren werden die
Stromausfälle immer weniger, aber sollten sie im
Landesinneren ihren Urlaub verbringen, dann kann es schon
mal zu Stromausfällen kommen.
Besonders im Landesinneren sind
die Dominikaner immern noch der Meinung, der Strom
befindet sich in den quer durchs Land gespannten
Leitungen und wenn man sich daranhängt, dann kommt der
Strom aus der Steckdose. Und wer eine solche Leitung und
eine Steckdose in seinem Haus besitzt, der besitzt auch
Strom.
Wenn sie
die öffentlichen Stromleitungen, besonders in den
Städten, und den Wirrwar von Hausanschlüssen welche der
Horror für jeden Elektriker sein müssen, betrachten,
wissen sie was ich damit meine. Dann werden sie sich
über so manchen Stromausfall, mit denen sie dort leben
müssen, nicht mehr wundern.
Rein rechtlich gesehen, stimmt es natürlich nicht, dass
der Dominikaner seinen Strom gratis bezieht. Wenn er
seine Rechnung nicht bezahlt, wird ihm von der
Stromlieferantenfirma rigoros die Leitung gekappt.
Allerdings gibt es natuerlich solche Gegenden die
schlecht konrolliert werden und nach Abschneiden der
Kabel anschliessend diese von den Anwohnern wieder
zusammengeflickt werden. Eine nie-endende Arbeit für die
Stromfirmen und es wird sicherlich noch etwas dauern, bis
europäische Verhältnisse erreicht werden.
Desshalb werden die Stromabschaltungen auch teilweise von
den stromlifernden Firmen gemacht und das meist am Abend,
wenn es dunkel wird, um die Dominikaner daran zu erinnern,
dass es eben nicht so ist und der Strom sehrwohl bezahlt
werden muss.
Wundern
dürfen sie sich auch nicht über den Strassenverkehr.
Wenn sie bedenken, dass die Erlangung eines
Führerscheines für einen Dominikaner mehr als 10.000
Pesos kostet. Die Strafen für das Fahren ohne
Führerschein wurden zwar in den letzten Jahren ebenfalls
erheblich erhöht (Einbehaltung des Fahrzeuges bis
gueltige Papiere vorgewiesen werden und ein paar Tausend
Pesos Strafe), aber es gibt leider immer noch genügend
Möglichkeiten, sich mit einigen hundert Pesos der
offiziellen Strafen zu entziehen. Ausserdem muss erwähnt
werden, dass die Dominikaner in der Regel alle Zeit der
Welt besitzen; NUR NICHT BEIM AUTOFAHREN! Da gehts mit
Vollgas Kreuz und Quer im Slalom durch die zahlreichen
Schlaglöcher der nur teilweise asphaltierten Strassen.
Nicht umsonst verlangen Taxis nach Einbruch der
Dunkelheit den mehrfachen Fahrpreis. "GEFAHRENZULAGE".
Die
öffentlichen Verkehrsmittel, sowie das komplette Leben
dieser Insel richten sich nach der Dominikanischen Zeit.
Darunter ist nicht die normale Zeitverschiebung von 5
Stunden zu verstehen, sondern der Lebensrythmus dieser
Menschen. Es gibt keinen Stress und keine Hektik. Es gibt
zwar Fahrpläne, aber die sind nur auf Papier geschrieben.
Pünktlichkeit ist in der Dominikanischen Republik ein
Fremdwort und darauf angesprochen reagiert der
Dominikaner höchstens mit Achselzucken und einem
freundlichen Lächeln .Aber trotzdem funktioniert fast
alles in diesem Land, obwohl die meisten nicht wissen
warum und es meist auch garnicht wissen wollen.
Wenn sie bereits einige Tage auf der Insel verbracht
haben, werden sie merken, dass es auch in der Hautfarbe
der Menschen erhebliche Unterschiede gibt. Je dünkler
die Hautfarbe der Einwohner, umso ärmer sind sie
meistens und umso niedriger deren Arbeit.
Dies kommt daher, dass die Insel "Hispaniola"
von zwei Ländern bevölkert ist. Zum einen die
Dominikanische Republik in der östlichen Seite der Insel,
zum anderen Haiti im westlichen Teil der Insel.
Die von Columbus entdeckten
Ureinwohner der Insel waren nach ca. 70 Jahren vollends
ausgerottet und haben mit den heutigen Dominikanern
nichts gemeinsam. Die heutigen Dominikaner sind das
Ergebnis aus der Vermischung der Spanischen
Kolonialherren und deren aus den USA, anderen Inseln der
Karibik und der Bermudas im vorletzten Jahrhundert
eingebürgerten Sklaven. Sie haben es durch ihre
Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit zu einem höheren
Lebensstandard gebracht und wissen wie man den Besuchern
das Geld abknöpft und davon gut lebt.
Die Haitianer hingegen waren schon immer und sind auch
noch Heute ein sehr stolzes aber auch sehr armes Volk.
Eine grosse rassische Durchmischung fand hier nicht statt.
Im Gegensatz zu den von den Spaniern beherrschten
Gebieten in der Neuen Welt, paarten sich die
franzoesischen Kolonialherren nicht mit ihren Sklaven.
Haiti blieb vollends schwarz. Gleiches gilt auch
uebrigens fuer die britischen und hollaendischen
ehemaligen Kolonien in der Karibik. Sie vermischten sich
nicht mit ihren Entdeckern und blieben bis heute ein
Sklavenvolk. Viele Haitianer sind gezwungen, um ihre
Familien ernähren zu können, als sogenannte
Gastarbeiter in den Hotels und Ferienanlagen vor allem
aber in der Landwirtschaft-speziell Zuckerrohrabbau und
im Bauwesen als Hilfskraefte zu arbeiten. Aber trotzdem
sind sie immer freundlich und beklagen sich nie.
In einem Hotel an der Nordseite der Insel konnte ich
einen Haitianer, welcher als Wachposten beschäftigt war,
erst nach zwei Flaschen Rum dazu bewegen, mir sein Leid
zu klagen.
Er erzählte mir von seiner Frau und seinen 3 Kindern,
welche er höchstens alle 3 bis 4 Monate einmal besuchen
könne und von seinem Monatsgehalt von 25 US$ und einem
Essen täglich für eine Arbeitszeit von 12 Stunden jede
Nacht. Im Laufe dieses Gesprächs, welches fast die ganze
Nacht dauerte, sagte er einen Satz, welcher mir beim
Anblick eines Haitianers immer wieder in Errinnerung
gerufen wird;
"Die Haitianer müssen immer Arbeiten, während die
Dominikaner immer nur tanzen und singen."
Darum, wenn sie einen Wachposten in ihrer Ferienanlage
sehen, welcher die ganze Nacht die Eingänge zum Strand
bewacht, bringen sie ihm eine Cola oder sonst ein
alkoholfreies Getränk (Alkohol wird er aus Furcht um
seinen Job meist ablehnen), er wird es ihnen mit einem
Lächeln und einem freundlichen "muchas gracias"
danken.
Alles in
allem sind die Bewohner der Dominikanischen Republik ein
sehr gastfreundliches und lebenslustiges Volk und es kann
ihnen schon das Eine oder Andere Mal passieren, dass sie
ein Einheimischer zu sich nach Hause einlädt um ihnen
sein Haus zu zeigen und seine Familie vorzustellen, oder
um ihnen einen Erfrischungsdrink aus einer, vor ihnen
geöffneten, Kokosnuss zu servieren.
Ein derartiges Angebot können sie in der Regel ohne
Bedenken annehmen, sie sollten jedoch darauf achten, dass
dies nicht immer nur aus reiner Gastfreundschaft
geschieht. Wenn sie bedenken, dass sie für einen 2-wöchigen
Urlaub ohne Übertreibung einen dominikanischen
Jahresgehalt oder auch mehr bezahlen, und dies wissen die
Dominikaner sehr wohl, so können sie sich vorstellen,
dass manchmal auch verkaufsspezifische Gründe für eine
solche Einladung vorliegen können.
Die Dominikaner sind ein relativ armes Volk, aber sie
sind trotzdem vermutlich glücklicher, aber auf jedem
Fall zufriedener wie wir. Sie haben es nicht verlernt,
aus dem Wenigen das sie besitzen, doch noch so einiges zu
machen. Vorallem das Miteinander und die gegenseitige
Hilfsbereitschaft ist ihnen dabei sehr behilflich.
Natürlich sollte man die Freundlichkeit, besonders den
Touristen gegenüber, nicht überbewerten, sondern
bedenken, dass wir in ihren Augen alle Millionäre sind
und somit "gemolken" werden müssen. Desshalb
mein Tipp: Vorsicht bei übermässiger Nettigkeit; und
"Handeln, Handeln, Handeln!"
In der Regel beginnen sie mit der
Hälfte des angebotenen Preises, dann lassen sie sich
langsam raufhandeln. Bei Kunstgegenständen ist etwas
Vorsicht geboten; sollten sie den Preis zu niedrig
ansetzen, so ist der Künstler möglicherweise beleidigt
und die Nettigkeit kann leicht in´s Gegenteil umschlagen.
Verlassen sie sich auf ihr Gefühl, und stellen sie sich
die Frage: "Wieviel ist mir die angebotene Ware wert?"
"Handeln sie keinesfalls zum Scherz!" Das kann
in`s Auge gehen.
Timesharing ist in den Touristenzentren vor allem im
Norden der Dom.Rep. ein weitverbreitetes Geschäft, dabei
werden sie meist von jungen Burschen auf der Strasse
angesprochen und mit Werbegeschenken oder auf ein
Getränk in ein nahegelegenes Hotel gebeten. Von
derartigen Besuchen ist jedoch abzuraten.
Auch das Tragen und zur Schau stellen von teurem oder nur
teuer aussehendem Schmuck oder Uhren sollte bei einem
Spaziergang ausserhalb der Hotelanlagen vermieden werden.
Das heisst nicht, dass es gefährlich wäre, sich unter
die Einheimischen zu mischen, die Kriminalitätsrate ist
eher gering, aber "Gelegenheit macht Diebe" und
schwarze Schafe gibt es überall.
Mein Tip: Tragen sie nie mehr Schmuck, wie ein
Dominikaner und prahlen sie niemals mit dem Geld in der
Öffentlichkeit, dann kann nichts passieren.
Für den Fall, dass sie doch einmal einem Schwarzen Schaf
zum Opfer fallen sollten, versuchen sie den Schaden so
gering wie möglich zu halten. Spielen sie nie den Helden!
Tragen sie nie zuviel Geld mit sich herum. Geben sie in
ihre Brieftasche nur ein paar Scheine und den Rest
verteilen sie in mehreren Taschen. Sollten sie wirklich
einmal ein etwas teureres Stück kaufen wollen, so wird
ihnen ein derartiges Stück in der Regel bis ins Hotel
geliefert oder sie bezahlen mit Kreditkarten.
Nun zu guter Letzt noch ein wenig
über das Land selbst. Es wurde vor etwas mehr als 500
Jahren von Christoph Columbus entdeckt. Die damaligen
Ureinwohner wurden von den Entdeckern zur Gänze
ausgerottet. Die heutigen Einwohner der Insel stammen
grossteils von den afrikanischen Sklaven ab, welche sich
im Laufe der Zeit mit anderen Völkern vermischt haben.
Hispaniola ist - nach Kuba - die zweitgrößte der
Großen Antillen-Inseln in der Karibik. Die östlichen
zwei Drittel der Insel werden durch den Staat
Dominikanische Republik eingenommen. Im kleineren
westlichen Teil liegt die Republik Haiti.
Wie auf
den meisten Antillen-Inseln gibt es auch auf Hispaniola
Gebirgszüge vulkanischen Ursprungs, die speziell hier in
mehreren parallel verlaufenden Falten mit 3.175m (Pico
Duarte) in der dominikanischen und mit 2.680m (Pic la
Selle) in der haitianischen Republik die höchsten Höhen
der Karibik erreichen. Durch große Höhenunterschiede,
verbunden mit steilen Abhängen und schroffen Schluchten,
ergeben sich in Abhängigkeit von der Höhe
unterschiedliche - aber immer recht üppige -
Vegetationsarten: tropische Regenwälder mit Dickicht,
lichtere Bergwälder, Savannen- und - in den trockeneren
Gebieten - Dornbuschlandschaften.
Zwischen zwei Gebirgsfalten
verläuft am Südrand der Insel die Enriquillo-Senke, die
ca. 40m unter dem Meeresspiegel liegt und mit
Kalksedimenten (ehemaliger Meeresboden!) bedeckt ist.
Hier liegt auch der salzige Enriquillo-See.
Weitere Ebenen wie die von Osten nach Nordwesten
verlaufende Cibao-Ebene zwischen den Gebirgszügen werden
in erster Linie landwirtschaftlich genutzt.
Das tropische Klima der Insel ist mit zwei Regenzeiten
von Mai-August und November/Dezember und gelegentlichen
sommerlichen Wirbelstürmen verbunden.
Es gibt relativ wenig Säugetiere auf der Insel, jedoch
zahreiche Vogel- und Insektenarten, Reptilien (Krokodile,
ungiftige Schlangen) und Meerestiere (Schildkröten,
Langusten).
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